Hallo, da draußen

Die Eröffnung eines Blogs ist meistens das Ende eines Blogs.

Meine Voraussetzungen sind schlecht. Erfolgreiche Blogs zeichnen sich meist dadurch aus, dass sie ein simples Konzept haben, das zu regelmäßigen Postings zwingt. Das hat dieser nicht.

Mein Ziel ist es im Wesentlichen, einem kritischen, intellektuell reflektierten Katholizismus eine Stimme zu verleihen, die sich weder auf einen Rückzug in das dumpe Armeverschränken des Hypertraditionalismus noch in das Wischiwaschi totaler Selbstverleugnung verliert.

Dass Religion heute oft mit mangelnder Bildung oder Intelligenz gleichgesetzt wird, führt im Endeffekt auch dazu, dass die Religion, zumindest die Christliche, sich selbst naivisiert und zunehmend anti-intellektuell wird. Ich bin der Meinung, dass wir damit eine falsche Richtung einschlagen, uns von genau jenen Teilen unserer Tradition trennen, die den Katholizismus unter anderem attraktiv und faszinierend machen.

Die Diskussion religiöser Themen ist immer sensibel. Einerseits möchte ich die oft frasenhafte Sprache der Kirche vermeiden, andererseits ist es unangenehm und kostet Überwindung, über die intimsten spirituellen Gedanken zu berichten (das werde ich auch nicht tun). Hinzu kommt immer die Gefahr einer Übergriffigkeit in den privatesten Bereich Anderer. Letztlich steht das „liberal“ dafür, dass ich voll überzeugt bin, in einer weiten Gesellschaft nur eine Minderheit zu vertreten, die mit anderen gleichwertig und -berechtigt ist und dass ich die metaphysischen Wahrheiten anderer Religionen und Weltanschauungen prinzipiell für genauso wertvoll halte, wie meine eigenen – vorausgesetzt die Grundlagen der Menschlichkeit werden nicht verletzt (irgendwo muss es hier eine Grenze geben). Ich beziehe mich ausdrücklich nicht konkret auf die historische „liberale Theologie“.

Ich kann hier weder mit spirituell inspirierenden Sinnsprüchen dienen, noch mit atemberaubenden Einblicken in die Kirchenpolitik, noch kann ich versprechen, dass sich jeder Post ausschließlich auf das Thema Katholizismus oder gar Religion beziehen wird.

Was ich bieten kann ist eine Beobachtung der aktuellen Geschehnisse, Hilfestellungen für Apologetik (die in den meisten Fällen – seien wir ehrlich – komplett für die Katz‘ ist, aber frustrierten Gleichgesinnten möglicherweise Mut macht) und eventuell für Außenstehende ein unkonventionelles Bild einer jungen Katholikin. Letzteres läge mir besonders am Herzen (auch hierzu an anderer Stelle mehr).

Hinzuzufügen ist eventuell, dass ich nicht (offiziell) Theologie studiere.Ich nehme gerne Kommentare und Emails entgegen, die mich korrigieren oder kritisieren, egal welchen Hintergrunds. Vorausgesetzt immer, dies liest überhaupt irgendeiner, denn ob sich jemand hierfür interessiert ist mir absolut unklar.

Eine Raschelmaschine ist übrigens eine spezielle Klöppelmaschine für (Gardinen-) Spitzen.

Mit den besten Grüßen, Raschelmaschine

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5 Kommentare

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5 Antworten zu “Hallo, da draußen

  1. Die „London School of Economics and Political Science“ ermittelt 2009 durch Befragung von 14.000 US-Jugendlichen einen Intelligenz-Quotienten bei Atheisten über IQ=106, bei gläubigen Einfaltspinseln unter IQ=95, bei Fanatikern unter IQ=70. Eine Prüfung von 63 Studien zurück bis 1928 bestätigt dies eindeutig. Intelligente Menschen besuchen länger höhere Schulen und nutzen berufliche Bildung, Gläubige als negative Auslese der untersten Schichten sind kaum gebildet, geistig bequem, aber extrem vermehrungsfreudig. Vielfach reicht deren Schulbildung nicht aus ein Universitätsstudium zu absolvieren. Nach Umfragen der „Royal Society“ glauben nur 3,3% der Akademiker an Gott, YouGov ermittelt 2013 in Umfragen an jungen Menschen nur 25% der Briten glauben an Gott, 38% verneinen die Existenz von fiktiven Wesen jeglicher Art. Alle Ergebnisse sind eindeutig wie selten in der Wissenschaft.

    Theologen studieren 8 Jahre Zombielogie unter Leugnung historischer und wissenschaftlicher Fakten. Dafür jagen Exorzisten böse Dämonen, tote Könige regieren fiktive Reiche und Städte, Propheten predigen in nie gebauten Tempeln, Analphabeten schreiben Texte in noch nicht existenten Sprachen, Blinde können wieder sehen, Lahme gehen, Arme und Beine wachsen nach, Essen entsteht aus Nichts, Auserwählte wecken Tote auf, Heilige haben gleichzeitig 11 Pimmel oder 3 Köpfe, Untote geistern Jahrtausende umher und erfüllen Betenden jeden Wunsch, gläubige Einfaltspinsel fressen Untote als Zombiekeks und saufen deren Blut wie Graf Dracula, Gottes perfekter Schöpfung sind die Genitalien zu justieren. Das liebe Jesulein erlöst alle Einfaltspinsel von etwas, was kein Mensch je hatte, die Kirchen jedem mit Drohungen und Erpressung einreden und teuer bezahlen lassen. Zombielogen erklären ohne eigenes Wissen mit heiligem Geschwurbel jede Realität dieser Welt, einzig durch den ewig wahren Glauben.

    Der RKK Großinquisitor Ratzinger droht 1990 all-wissend: „Wer nicht die unfehlbaren Inhalte des christlichen Glaubens ohne Zweifel, ohne Kritik und Vorbehalte annimmt, der hat einen persönlichen Defekt, eine mangelhafte persönliche Heiligung, ein ungenügend gebildetes Gewissen, eine sündige Verfasstheit, eine auf Vorurteilen beruhenden Geist der Kritik und huldigt der Untreue gegen den Heiligen Geist.“ Alles was die Heilige Inquisition seit ihren Anfängen verbietet, das darf weder selber gedacht noch hinterfragt werden. Gläubige haben nach dem RKK Dogma No.381 keinen freien Willen, der Kriegsdienst ist zu leisten um Gottes ewige Gnade zu erlangen. Kritisch Denkende werden von der Glut der ewigen Hölle gepeinigt, besonders wenn sie sich dabei auf die Menschenrechte zu berufen.

    Ungläubige und Abweichler werden der Freiheit beraubt, diskriminiert, der Job gekündigt, die Ehe verweigert. die Kinder verkauft, kastriert, ermordet usw. Die Menschenrechte der UN-Resolution von 1948 mit der Europäischen Menschenrechtskonvention lehnen Staaten wie Vatikan, Polen, Ukraine, ČSSR, Sowjetunion, Weißrussland, Saudi-Arabien und Süd-Afrika ab. Gläubige sind als Resultat des kindlichen „Brainwash“ obrigkeitshörig, einfältig bis geistig beschränkt, ihre Denkweise ist zu unflexibel abweichende Positionen zu analysieren und Kritik am ewig wahren Gotteshumbug zu verstehen. Glaube ist die Konsequenz fehlender Kritikfähigkeit und nicht etwa dessen Folge. Kritik an einer Religion ist mit Gläubigen nicht zu diskutieren, als Blasphemie wird sie mit Gefängnis bestraft, oft sogar durch Mord ausgerottet.

  2. Liebe/r emporda,

    ich freue mich ehrlich über Deinen Kommentar und da ich so ein beschränkter, zensurgeiler und kritikunfähiger religiöser Betonkopf bin, habe ich ihn auch gleich zugelassen :)
    Zunächst einmal: ich kann den wissenschaftlichen Wert dieser Studien nicht beurteilen. Meine bisherige Erfahrung im Studium weist allerdings darauf hin, dass die Ergebnisse genau solcher Studien meist von der Religiösen Einstellung deren Finanzierer oder aber Durchführenden abhängig sind – das nur am Rande – ebenso wenig lässt sich die religiöse Landschaft der USA wirklich mit der in Europa vergleichen, auch dies nur am Rande (dass ich Teile auf Großbrittanien beziehen habe ich schon mitbekommen).
    Niemals habe ich behauptet, dass Religion Intelligenz fördert, aber ich behaupte ganz entschieden, dass sich das nicht ausschließt. Eventuell solltest Du einmal die Mitgliederlisten religiöser Akademischer Verbände (jüdischer und christlicher) durchsehen.
    Übrigens waren viele Personen, die ganz erheblich am Entflammen der heute aufgrund mangelnder Intelligenz häufig in Konkurrenz mit der Religion gestellten Wissenschaft ganz gewiss keine Atheisten, sondern entschieden gottesgläubig, wenn nicht Astrologen oder das, was Du wahrscheinlich als abergläubisch (Hexen, Glücks-/Pechbringer, Geister, Dämonen etc.pp.) bezeichnen würdest. Denn die Wissenschaft ist nicht spontan vom Himmel gefallen (oder gar von einem Messianischen Lichtbringer den Menschen überreicht worden), sondern entwickelte sich aus einer zutiefst religiösen Gesellschaft heraus. Nicht als Gegenbewegung, sondern als geistige Schwester, sogar von der Kirche finanziert und gefördert. Auch das nur am Rande.
    Das mit den mehrpimmeligen Heiligen finde ich wahnsinnig ergötzlich. Wieso dürfen die nicht mehrere Genitalien haben, wenn ihnen danach ist? FIndest Du phallozentrische religiöse Kulte minderwertig oder absurd? Deine Kritik, nicht nur daran, sondern auch am katholischen Ritus, erinnert mich an den protestantisch geprägten (sic!) Wissenschafts-Chauvinismus der Ethnologie/Religionswissenschaft des 19. Jahrhunderts. Drollig.
    Also vielen Dank dafür, dass Du meinem Blog mehr Aufmerksamkeit bescherst und dabei noch beweist, dass Du außer der üblichen, verfahrenen und klischeehaften Polemik der verdawkinsten Zombie-Atheisten nichts drauf hast, denn genau das ist es, worum es mir ja gerade geht.

    Liebe Grüße, Raschelmaschine

  3. MMichael Steudten

    Wenn ich mir ihre Zeilen
    „Mein Ziel ist es im Wesentlichen, einem kritischen, intellektuell reflektierten Katholizismus eine Stimme zu verleihen…“
    zu Gemüte führe, dann beschleicht mich der Verdacht, dass Sie einem abstrusen oxymoronischen Konstrukt eine Stimme geben wollen. Na denn viel Spaß uns allen!

    • Religion ist schlecht für’s Denken, ja? Abgedroschene Klischees auch :)

      • Michael Steudten

        Religion schlecht fürs Denken? So pauschal würde ich es nicht sagen. Gelegentlich bewundere ich die bei erstem Hinsehen pfiffig erscheinenden Denkleistungen mancher Apologeten, wenn sie ihre hoffnungslosen Positionen verteidigen und nicht aufgeben wollen wie der Ritter in Monty Pythons „Ritter der Kokosnuss“, obwohl ihm bereits Arme und Beine abgehackt waren. Das ergibt ein treffendes Bild der Religiösen auf ihrem aussichtslosen Kampf gegen die fortschreitende Aufklärung. Arno Frank hat es in einer Kolumne der taz auch recht gut getroffen:
        „Beim Frühstück läuft, wie immer, das Radio. Und wie immer bei mittelhohen bis hohen christlichen Feiertagen wird aus irgendwelchen Tempeln in Krefeld oder Erfurt ein Gottesdienst übertragen. Diesmal wars Fronleichnam. Ich höre da gerne zu, immer wieder.
        Obwohl ich beim besten Willen nicht glauben kann – zumindest nicht daran, dass ein kosmischer jüdischer Zombie, der sein eigener Vater war, mir das ewige Leben schenkt, wenn ich sein Fleisch verspeise, sein Blut trinke und ihm auf telepathischem Wege versichere, ihn als meinen Meister zu akzeptieren, damit er meine Seele von einer teuflischen Macht befreit, die dort vor Jahrtausenden hineingeraten ist. Weil eine aus der Rippe eines Mannes geschnitzte Frau von einer sprechenden Schlange dazu überredet wurde, die Frucht eines Wunderbaumes zu naschen. Umso vergnüglicher finde ich es, wenn die Anhänger dieses irren Glaubens ihre Feste feiern – und ich zuhören darf.“
        Es lohnt sich, den gesamten Beitrag zu lesen:
        http://www.taz.de/!73094/
        Einem kritisch denkenden Menschen fällt halt folgendes auf: Warum muss ein allmächtiger Gott seinen eigenen Sohn in ein Martyrium schicken, um den Menschen zu verzeihen. Wenn er göttlich ist, kann er auch ohne solche sadistischen Quälereien verzeihen. Dem Glaubensgeschädigten erscheint derart Absurdes normal…Ein blinder Fleck im Denkorgan?

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