Fünf Gründe, religiös zu sein – eine Einleitung

Diese Serie wendet sich gegen all jene Auffassungen, nach denen Religion an und für sich eine Einschränkung von Lebensqualität ist.

Eigentlich würde ich es ablehnen, über „Religion an sich“ zu schreiben. Niemals könnte ich behaupten, alle Religionen hätten den selben Einfluss auf das Leben ihrer Anhänger und man darf auf keinen Fall annehmen, dass die erwähnten Eigenschaften für mich Religion ausmachen und dass Religionen, die solche Effekte nicht aufweisen schädlich wären – oder eben keine Religionen. Im Grunde beziehen sich meine Überlegungen nur auf jene Religionen, deren Traditionen ich kenne.

Man könnte durchaus kritisieren, dass man nicht aufgrund einer strategischen Überlegung religiös wird; weil es besser für einen ist oder eben spaßig oder weil alle religiös sind. Sondern man wird religiös oder zumindest Teil einer Religion, weil man die vermittelten Inhalte schätzt. Jain. Die Überbetonung der Inhalte von Religion ist meiner Meinung nach immer noch Erbe einer hauptsächlich protestantisch geprägten Wissenschaftstradition, die dazu neigt, Religion auf ihre Bücher und auf die religiöse Erfahrung zu reduzieren – wobei aber von manchen Religionen kaum noch etwas übrig bleibt.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Religion an sich aber auch im speziellen eine bestimmte Lebensqualität und -führung bedingt und dass Personen, die zwar die Inhalte bestimmter Traditionen eigentlich schätzen, bisweilen genau damit, mit ihrer Praxis, nicht zurecht kommen – Beispiel wäre allen voran das (orthodoxere) Judentum, das vielen Sympathisanten ganz ganz schnell zu aufwändig wird.

Wozu also diese Ausführung? Ich bemerke immer öfter, dass die Leute nicht verstehen, wieso die religiösen Menschen so einen Aufwand treiben. Wieso bürden sie sich das alles auf? Wäre es nicht bequemer, nicht-religiös zu sein?

Religion ist bestimmt kein Verlust an Lebensqualität und führt auch nicht zu einem freudlos gefristeten Dasein, wie es gerne dargestellt wird. Sie besteht nicht nur aus Verboten und Selbstdisziplin, sie macht Spaß, ist erstaunlich… doch lesen Sie einfach selbst.

— Edit: inzwischen sind alle 5 Teile online (das hat länger gedauert, als ich dachte) —

  1. Der Abgrund lächelt zurück
  2. Das Paradies für Spielkinder
  3. Schön, dass wir drüber geredet haben
  4. Spaß mit Paradoxa
  5. Ich sehe was, das Du nicht siehst

Ich weiß, dass es recht viel ist, aber es ist durchaus sinnvoll, sich das auch Schritt für Schritt zu Gemüte zu führen.

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7 Kommentare

Eingeordnet unter Fünf Gründe, religiös zu sein, Zu allgemeiner Religionskritik

7 Antworten zu “Fünf Gründe, religiös zu sein – eine Einleitung

  1. Pingback: 5 Gründe, religiös zu sein: 1.: Der Abgrund lächelt zurück | Gardinenpredigerin

  2. Pingback: 5 Gründe, religiös zu sein: 2.: Das Paradies für Spielkinder | Gardinenpredigerin

  3. Pingback: 5 Gründe, religiös zu sein: 3. Schön, dass wir drüber geredet haben. | Gardinenpredigerin

  4. Pingback: 5 Gründe, religiös zu sein: 4.: Spaß mit Paradoxa | Gardinenpredigerin

  5. Pingback: Gründe, Religiös zu sein: 5. Ich sehe was, was Du nicht siehst. | Gardinenpredigerin

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  7. Fabian M.

    Interessant und amüsant zu lesen, danke!

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