Wie man’s nicht macht

Vor einigen Tagen wartete ich vor einem Supermarkt auf den Bus. Ein Hund war davor angebunden, ein unglaublich fetter, aber treuherzig dreinblickender Mischling (irgend was mit Dackel, wahrscheinlich). Nach einigen Minuten kam sein Herrchen, ein grauhaariger Mann mit ausgemergeltem Gesicht, der an Krücken ging, weil er nur ein Bein hatte. Nachdem er ausgiebig von seinem Hund begrüßt worden war, stellte er umständlich die Plastiktüte auf den Boden und mühte sich dann damit ab, zeitgleich zwei Krücken zu halten und den immer noch vom Wiedersehen freudig erregten Hund loszubinden. Ich ging hin, machte nach kurzer Rückfrage den Hund los, drückte dem Mann die Leine in die Hand, sah den Bus kommen und sprang gleich schnell hinein. Von dort aus konnte ich dann, an der roten Ampel wartend dabei zusehen, wie er, nun zusätzlich durch die Leine behindert, versuchte, die Einkaufstüte vom Boden aufzuheben.Hätte mich ein paar Sekunden gekostet, er hatte es immer noch nicht geschafft, als wir losfuhren.

Und daraus, liebe Kinder, lernen wir, dass Dummheit und Unaufmerksamkeit die besten Absichten zunichte machen.

 

ps: Bitte lässt Euch trotzdem in Zukunft nicht vom Helfen abhalten! Ich empfehle nur: erst denken, dann handeln.

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Wie man’s nicht macht

  1. Gräme Dich nicht. Ist glaube ich fast jedem schon mal passiert, daß man aus Unaufmerksamkeit oder weil man mit seinen Gedanken woanders war das ganze Bild erst zu spät erfasst hat.

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