Kurze Empfehlung

Leider gibt es von mir heute noch nichts, aber damit man sich die Zeit vertreiben kann:

Dieses Thema liegt mir sehr am Herzen. In meinem Schulbuch im katholischen Unterricht stand damals noch der kurioseste Unsinn zum Thema Homosexualität – kein Wunder, dass leider Homophobie unter den Hardlinern immernoch weit verbreitet ist.

Ich hoffe, dass die Katholische Kirche irgendwann aus Schritt A: Homosexualität ist keine Krankheit und auch keine Lebensentscheidungauch Schritt B zieht: Homosexuelle sollten ihr Leben möglichst ohne Beschränkungen und Verbote führen dürfen, genauso selbstverständlich wie Rothaarige, Frauen mit Schuhgröße 37 oder Menschen, die die Zunge rollen können. Sie sollten nicht in der Erklärungs- oder Rechtfertigungspflicht stehen.

Gerade DASS es solche Betonköpfe in unseren Reihen gibt, sollte uns Grund genug sein, unsere Reserviertheit aufzugeben und ein bisschen Leidenschaft für das Thema zu entwickeln.

Raschelmaschine over.

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3 Kommentare

20. Januar 2014 · 11:32 pm

3 Antworten zu “Kurze Empfehlung

  1. Betonkopf

    Betonkopf hier. Es wäre mir neu, dass die Kirche Schritt A eindeutig vertreten würde. Die auf vatican.va verfügbare Ausgabe des KKK ist eine ältere Entwurfsversion.
    Sorry, hier enttäuschen zu müssen.
    Homosexuelle dürfen selbstverständlich leben. Die Frage ist, ob sie bestimmte Handlungen richtig sind und ob bestimmte Verbindungen staatlich gefördert werden sollen. Die Kirche untersagt mir auch ziemlich viel. Zum Beispiel, um im Themenfeld Sex (gibt ja sonst kein Thema, was die Menschen beim Thema Kirche derart aufregt) zu bleiben, autoerotische oder polyamorische Praktiken auszuüben. Ist beides eine Einschränkung, letzteres entspricht nicht unbedingt dem evolutionär vorteilhaftestem. Ich akzeptiere es dennoch. Ist eine Einstellungssache.

  2. Der Betonkopf hat es Euch wohl angetan, hm? Ich habe deshalb schon Emails bekommen, lasse ihn aber dennoch stehen – wäre ja auch verlogen. Vielleicht muss man wissen, dass ich in dieses Thema persönlich involviert bin – nicht durch eine eigene Homosexualität, sondern durch sehr lange und enge Freundschaften. Daher ging die Leidenschaft mit mir durch.
    Ja, das mag stimmen, mit Punkt A. Allerdings haben sich mittlerweile doch sehr viele Kirchenvertreter zu dieser Haltung durchgerungen.
    Und bitte nicht falsch verstehen: ich kann nachvollziehen, mit welchen Argumenten Homosexuellen die „Ehe“ verwehrt wird und ich bin bestimmt niemand, der mit Steinen wirft und aus jeder kritischen Äußerung zu dem Thema gleich einen Elefanten fabriziert.
    Viele der Vorbehalte basieren allerdings tatsächlich einfach nur auf alten Klischees bezüglich der Lebensweise gleichgeschlechtlicher Paare, die möglicherweile phasen- und teilweise sogar zutreffend waren, als das Thema quasi noch total „aufregend“ und „neu“ war.
    Ich war inzwischen schon so oft mit der sogen. „Szene“ in Kontakt, dass ich mittlerweile ganz andere Vorbehalte hege (aber das ist eine lange Geschichte).
    Was mich so wütend macht ist unter anderem, dass in den Medien beinahe nicht rüberkommt, dass die Meinungen zu diesem Thema innerhalb der Katholischen Kirche auch ungemein vielfältig sind. Ich kenne z.B. eine Katholikin, die auf das Coming-Out ihres Sohnes sehr verständnisvoll und kein bisschen ablehnend reagiert hat (kurz gesagt: kompetent) und auf der anderen Seite Leute, die es bewusst vermieden haben, mir von ihrer Sexuellen Orientierung zu erzählen, weil ich katholisch bin, was mich doch ganz schön traf.

    Homophobie immer aus dem Hut zu zaubern, wenn es darum geht, dass die Katholische Kirche ein Herd all jener Infektionen ist, die unsere aufgeklärte Gesellschaft ausspucken sollte, ist meiner Meinung nach NICHT ok. Der Artikel (der aber natürlich auch auf einer entsprechenden Seite zu finden ist ;) ), zeigt das ganz schön: eine staatliche Schule hätte er vermutlich nicht verklagt.
    Dass die Katholische Ehe nicht für Gleichgeschlechtliche Paare geöffnet werden kann… naja. Dafür kann man mitunter argumentieren. Aber es wäre z.B. durchaus denkbar (und übrigens auch mit christlichen Werten begründbar) eine analoge Einrichtung für sie zu schaffen.
    Also: Betonköpfe nicht jene, die versuchen, innerhalb den von ihnen akzeptierten religiösen Regeln einen respektvollen Umgang zu finden, sondern diese, die meinen, ihre 40 Jahre alten Klischees auf den Tisch holen und andere Leute beschimpfen zu müssen…
    Wenn ich nicht als homophobe, emotional verklemmte Kinderschänderbeschützerin abgestempelt werden möchte, dann sollte ich auf der anderen Seite Homosexuelle vielleicht nicht als verantwortungslose, promiskuitive Fleischschränke/Tunten bezeichnen. Um mehr gings eigentlich gar nicht.

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